Stress, das Nervensystem und warum „beruhig dich“ oft nicht hilft.
Shownotes
Finde uns auf Instagram:
Unser Podcast: https://www.instagram.com/familienrad.podcast/
Julia auf Insta: https://www.instagram.com/julia_familienrad/
Melli auf Insta: https://www.instagram.com/ergoling/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ganz spitze Frage, ja.
00:00:01: Wie würdest ihr gehen nach einem Tag acht Stunden mit fünfundzwanzig Personen in einem Raum?
00:00:07: Herzlich willkommen bei Familienrad,
00:00:09: deinem Gesprächsraum für
00:00:11: echten Austausch!
00:00:13: So, Melli heute sprechen wir über ein spannendes Thema.
00:00:17: Über
00:00:17: ein ganz spannendes thema.
00:00:19: Freue
00:00:19: mich sehr.
00:00:20: Wir sprechen heute über Stress, über das Nervensystem und übersetze wie beruhigt dich und warum sie eigentlich?
00:00:29: Und ich helfe
00:00:31: immer.
00:00:32: Ja, nie!
00:00:34: Ja und ich freue mich ganz toll auf die Folge weil ich doch glaube dass es a jede Familie und jeden Menschen irgendwo ja hüft beschäftigt und vielleicht auch ein Hebel ist nach der Folge vielleicht auch für die Hörer irgendwie inspirierend ist.
00:01:00: Weißt du, wenn ich da mehr verstehe?
00:01:03: Wenn ich näher eintauche.
00:01:04: Wenn ich den Hebel finde bei mir selbst haben wir ganz viel für die Familien da draußen auch getan weil es gerade wenn ich jetzt so an meiner Arbeit denke doch immer und immer wieder Thema ist.
00:01:18: Ich finde uns Eltern ist meist gar nicht bewusst dass auch unsere Kinder Stress haben.
00:01:23: Ja
00:01:23: Wir gehen von uns aus wir denken daran wir haben Stress wir haben Arbeitsalltag unseren gesamten Familienalltag zu organisieren.
00:01:30: Es ist ja schlussendlich heutzutage wie schonmal gesagt eine Art der Management-Aufgabe, wer macht wann was und uns darf irgendwie bewusster werden, dass auch die Kinder Stress haben?
00:01:42: Ja!
00:01:43: Und ich finde es ist auch wichtig das nicht abzutun.
00:01:46: Weißt du manchmal ist es ja so, dass viele sagen ach ich habe doch kein Stress.
00:01:49: Ein bisschen Arbeit ein bisschen dies ein bisschen das und man spielt es vielleicht auch im Unterbewussten so runter Und man braucht sich dann nicht wundern, wenn es dann irgendwann knallt bei einem selber und knallen im Sinne ja von wirklich Boah jetzt bin ich fertig.
00:02:05: Das Ding ist ja meistens die stressigen Situationen sind nicht die Momente in dem Moment gerade passieren oder die Dinge die in dem moment dafür gesorgt haben dass es Stress gibt sondern das beginnt viel früher und das zu verstehen dahin zu kommen das dauert eine Weile Hat bei mir auch gedauert, mich damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.
00:02:27: Ich finde das sehr spannend!
00:02:29: Und ich finde auch dieses Thema Stress ja... Also jetzt lass uns mal vielleicht erstmal damit anfangen.
00:02:37: was ist den Stress überhaupt?
00:02:39: Was empfindest du für stressig?
00:02:48: Also so aus dem Bauch heraus würde ich sagen, wenn der Morgen nicht funktioniert.
00:02:51: Wenn es nicht läuft, wenn's da schon anfängt stressig zu sein.
00:02:54: aber schlussendlich ist das so Da muss sich auch bei mir anfangen um zu gucken wie kann ich damit dann anders umgehen?
00:03:03: Aber Ich persönlich merke wenn es stressig wird wenn ich innerlich nervös werde.
00:03:10: also Da ist die Musik im Hintergrund, da sind die Kinder die Fragen stellen.
00:03:14: Mama hast du meinen Sport-Sachen gewaschen?
00:03:17: Mama kann ich mit dem elektrischen Auto hier rumfahren... Die Batterien sind aber alle!
00:03:20: Ich koche nebenbei und dann kommt noch ein Anruf.
00:03:23: Vielleicht kommt noch eine Mail rein, die mir nicht in den Moment passen.
00:03:27: Und dann fühlen sich glaube ich alle abgeholt.
00:03:29: Alle fühle ich abgehult.
00:03:30: Alle!
00:03:31: Oh ja, fühle dich.
00:03:32: Das sind die Väter und die Mütter.
00:03:34: Es sind alle, die das fielen.
00:03:36: Absolut.
00:03:36: Und schlussendlich glaube ich muss man dahin kommen zu überlegen sind die anderen in dem Moment schuld, das kennt was mich was fragt.
00:03:46: Oder ist es viel mehr in meinem Kopf, was da zuviel isst?
00:03:52: Wenn du an Stress denkst am Alltag... Was sind deine ersten Bilder?
00:03:57: Also mein erstes Bild wenn ich an Stress denke ist einfach auch dieser Moment den du gerade beschrieben hast, wenn alles für mich gefühlt zu viel wird Zu viele Fragen, zu viel Geräusch, zuviel Nähe.
00:04:11: Einfach zu viel!
00:04:12: Und ich glaube das Grundproblem ist dass ich versuche durch den Alltag zu kommen und dann selbst meine ganzen übergehe.
00:04:24: also zum Beispiel
00:04:26: Ich bin ja nun
00:04:27: sehr sehr Viel mit Menschen am agieren und ich glaube alle die so in somen sozialen Sektorarbeiten fühlen, dass diese ständige Präsenz sehr ermüdend sein kann.
00:04:43: Die soziale Batterie im Sozialberufen ist einfach unsackbar schnell alle weil du meiner Meinung nach auf alles reagieren muss als Therapeut.
00:04:55: Also, wenn der Patient mit ... Und das ist egal wie alt er ist.
00:04:59: Wenn ein Patient kommt und du das Gefühl hast wo da muss ich aber viel heute viel Gutes reingeben dass viel Traurigkeit als Beispiel ja
00:05:09: dann
00:05:10: agiere ich darauf und versuche zu co-regulieren Und das mache ich irgendwie alle halbe, dreiviertel Stunde, dass sich auf ein neues Nervensystem treffe.
00:05:20: Ein
00:05:20: neues
00:05:21: Nervensystem was ich regulieren kann und dann kommt noch einen Anruf.
00:05:25: Dann kommt noch dies, denn kommt noch jenes.
00:05:27: und dann denke ich jetzt habe ich Feierabend?
00:05:30: Und dann kommen drei neue Nerven Systeme wieder im Haus auf mich zu.
00:05:35: Ein Mann vielleicht irgendwie gestresst
00:05:39: weil
00:05:39: er auf Arbeit irgendwie was hatte was ihn beschäftigt.
00:05:42: die Kinder haben ihre Informationen des Tages, die sie mir unbedingt mitteilen wollen und mein Nervensystem denkt.
00:05:49: Halt Stopp!
00:05:51: HALT STOPP!
00:05:52: Ja... Du hast ähm... Ich überlege ich will es sagen aber das ähm.. Sag
00:06:01: einfach raus.
00:06:02: Ich glaube dass ist ja wir haben ja den Leuten mal gesagt so von der von dem Wohnzimmer in Studio?
00:06:09: Ja, ja ich weiß.
00:06:12: Versuch mal ... mir und auch den Hörer mal noch ein bisschen zu erklären, ... ... was passiert in unserem Nervensystem?
00:06:19: Was passiert, dass wir gestresst sind.
00:06:22: Also grundsätzlich erkläre ich das immer so... ... auch wenn wir ja gesagt haben, wir wollen dieses fachliche ... ... eher Geringheiten, glaube ich.
00:06:28: aber es ist vom Verständnis ja ganz wichtig zu verstehen,... ...dass A. unser Nervenystem im Unterbewussten arbeitet also ich steuere ja nicht bewusst,... ...das Herbst dem Puls die Atemfrequenz und die Muskelanspannung.
00:06:42: Es gibt aber zwei Parts, also der Sympathikus und der Parasympathicus die so ein bisschen wie auf einer Waage zu betrachten sind.
00:06:50: Diese zwei Anteile des Nervensystemen gibt es.
00:06:54: Der Sympatikus ist so der Alarmgeber, der sagt wo wir müssen uns kampfbereit machen und erhöht Herzfrequenz, erholt den Puls, erhöht die Anspannung im ganzen System um schlussendlich ganz platt gesagt mich kampfbereit zu machen Weil das Nervensystem hat ja die Aufgabe, das Überleben zu sichern.
00:07:16: Und der Sympathikus sagt, wieso die Polizei, so ein Martinshorn,
00:07:22: sagt
00:07:23: mit Blaulicht und Trompeten und allem was ich hab, jetzt ist das Leben in Gefahr!
00:07:29: Und dann geht danach macht mich aktiv für einen Start in den Tag als Beispiel wenn jetzt aber das Nervensystem sagt oh wir sind einfach dauerhaft im sympathischen Bereich und dauerhaft leuchtet im Unterbewusstsein, dann ist ja dauerhafters das Herzfrequenz erhöht.
00:07:47: Dauerhaft der Puls, alles ist erhöht!
00:07:50: Und der Paar so ein Partikurs ist eigentlich der Gegenspieler, der auch immer wieder in Aktion kommen sollte um Entspannung Beruhigung und all diese Sachen die da ja hochgefahren werden über Hormone über andere Hormonen wieder auszugleichen.
00:08:06: Der Sympathikus schüttet Cortisol ins System, Adrenalin.
00:08:10: und wenn ich dir sage es ist vergleichbar wenn wir einen stressigen Tag haben wo ich nur im sympathischen Teil des Nervensystems bin.
00:08:18: Ist das ja wie dauerhaft Achterbahnfahren?
00:08:20: Ja, Cortisol und Adrenaline wie in so einer Cocktailbahn.
00:08:25: Hähne auf und wir lassen's laufen!
00:08:26: So kann man sich das bildlich vorstellen.
00:08:29: Und normalerweise sollte der Sympatikus auch mal Pause haben und den Parasympathikus die Bühne geben.
00:08:37: Und es darf sich abwechseln, mal hoch, mal runter!
00:08:41: Das Grundproblem ist das viele einfach... Ich weiß nicht ob's aus der Kindheit überliefert ist aber viele haben ein großes Problem damit Pause zu machen und können diese Nervensysteme auf die äußeren Umständen reagieren.
00:08:59: Mensch,
00:09:00: nur
00:09:01: in diesem sympathischen Bereich bin.
00:09:03: Ist das System Körper ja auch irgendwann erschöpft und sagt zu viel meine Süße
00:09:08: permanent im Alarmmodus.
00:09:10: unser Körper läuft im Daueralarm Modus und es kann halt nicht funktionieren.
00:09:15: und dann kommt quasi Reize von außen Stimmen Radio hab gute Fahrzeuge Informationen.
00:09:21: Es geht ja viel auch um Information, es geht nicht um die Person, die dir das sagt, sondern um die Information.
00:09:27: und dein Merkensystem, der sagt Alter eine Batterie wechseln ich korre gerade Ich habe selber gerade gearbeitet Und dein Archiv, dein Gefühl-Archiv sagt Also ich hab jetzt aber auch mal Pause verdient.
00:09:41: Es ist ganz oft dass uns Gefühle da umknallen.
00:09:45: Ich werde nicht gesehen Ich bin alleine, ich bin nicht sicher.
00:09:48: Das ist quasi So, die ... dieses Archiv in dem wir kramen wenn wir Stress haben und der Körper meldet so ein Gefühl was wir kennen.
00:09:57: Wenn wir überfordert sind oder wenn wir Angst haben.
00:10:01: Und dieses Gefühl wird denn so mächtig das es uns überknallt.
00:10:05: Das empfinden wir als Stress.
00:10:07: also am Ende vergleiche ich das immer mit einem Regenfass.
00:10:11: von oben tropfen so kleine Informationen rein
00:10:13: oder
00:10:14: Gefühle All das was so an äußeren Umständen irgendwie da sein kann, tropft
00:10:20: ganz, weil
00:10:21: mehlig jeden Tag da rein und irgendwann ist ja so ein Regen fast voll.
00:10:26: Absolut!
00:10:27: So und wenn ich aber nicht die Selbstfürsorge betreibe kommt daher nicht unten wieder in dem Wasserhand nichts raus
00:10:34: Da kommt nichts von alleine raus.
00:10:36: So, und wenn du quasi sagst, ich koche noch, ich war noch einkauend ... Ich hab das gemacht und eines davon war ein großer Tropfen!
00:10:42: Weil zu viele Informationen gerade für dein System, du hattest keine Pause ist dein Fass randvoll?
00:10:49: Und dann kommt der kleine oder große Hasel und sagt Mama kein Zimmer!
00:10:52: Mama hast immer
00:10:52: Mann, man macht's immer.
00:10:54: Manchmal ist ja ein Mama schon zu viel wo du denkst...
00:10:59: Warum?!
00:11:00: Geht zu meinem Mann oder geht zu Papa oder so, aber dabei ist es nicht der ... Die Information, sondern dieses ... Noch eine Aufgabe.
00:11:08: Und dein Nervensystem sagt, mmh!
00:11:10: So und jetzt?
00:11:11: Noch ne Aufgabe ist nicht möglich.
00:11:12: Jetzt
00:11:12: zweit mal zu den Kindern.
00:11:15: Ja das ist ja im Groben eigentlich so.
00:11:17: das Nerven-System erklärt.
00:11:21: Wir wollen auch darüber sprechen wie Kinder in diesem Stresszustand kommen.
00:11:27: Und wir als Eltern in dem Moment ja auch eine gewisse Art von Machtlosigkeit haben wenn wir Diese Sätze sagen, diese spannenden Sätze wie beruhigtig.
00:11:39: Mach jetzt bitte höre zu und schlussendlich kommt das nicht an in dem Moment.
00:11:45: aber ja wir dürfen glaube ich als Eltern auch sehen dass dieser Kinderalltag Kita viele Eindrücke Schule viel neues Wissen immer neue Menschen dass das für die Kinder auch viel ist
00:12:03: Sehr viel.
00:12:04: Und das müssen wir Eltern auch verstehen, dass die Kinder Stress haben.
00:12:09: Ja und ich glaube, das Grundproblem ist, dass wir ja denken... Die spielen ja nur!
00:12:14: Die spielen den ganzen Tag noch?
00:12:16: Ja.
00:12:17: Das aber also ganz spitze Frage, wie würdest ihr gehen nach einem Tag acht Stunden mit fünfundzwanzig Personen in einem Raum von voll bis
00:12:29: spät?!
00:12:29: Stellst du mir die Frage wirklich an?
00:12:31: Ich kenne die Antwort auch nicht.
00:12:34: Absolut overloaded.
00:12:35: Overloaded!
00:12:36: Und wenn grundsätzlich ist es ja auch so, wenn dann noch eine gewisse Lautstärke damit zuspielt ... Du denkst jetzt mit deinem Arbeitsumfeld, twenty-fünf Leute selbst das zu viel.
00:12:51: und ich glaube, dass ist das größte Problem.
00:12:54: Dass wir denken, die spielen ja nur.
00:12:55: Die können den ganzen Tag rausgehen und haben keine Verpflichtungen.
00:12:58: Wie schön wäre das!
00:13:00: Aber dass die Informationsflug da ja zwölfmal schlimmer ist... Das vergessen wird, glaube
00:13:05: ich.
00:13:05: Ja, das Nervensystem der Kinder ist noch nicht so weit.
00:13:08: Es hat ja auch nicht so viel Platz, soviel Raum wie wir.
00:13:10: Wir können auch vieles ausblenden, sag' ich jetzt mal weil unser Gehirn es kann.
00:13:15: aber ein Kindernervensystem lässt sich ja auch von einem anderen Nervenystem was gerade völlig überladen ist voll anstecken
00:13:21: Das stimmt.
00:13:21: Das
00:13:22: ist wie eine schlimme Krankheit eigentlich.
00:13:24: Wersten
00:13:24: du Stress früher wahrgenommen?
00:13:26: Und jetzt, also jetzt... Also viel Stress
00:13:28: war ich tatsächlich bei Hausaufgaben.
00:13:31: Hausaufgamen war für mich der absolute Killer weil ich so dachte, ich komm grad aus der Schule!
00:13:38: Ich komme gerade aus der Hölle des Lernens und muss jetzt schon wieder was tun.
00:13:45: Das war für mich stressig.
00:13:46: Ich hab das aufgeschoben, weil es sich noch wie heute aufgeschont ist an den letzten Rand des Tages und dachte ... Oder ich habe sie dann im Bus gemacht oder so?
00:13:55: Der Klassiker morgens.
00:13:56: Der Klasiker
00:13:56: morgens im Bus kann ich mal abschreiben.
00:14:01: Das war viel Stress.
00:14:03: Und Stress war tatsächlich auch, wenn kein anderer Zeit hatte.
00:14:07: Weißt du, wir sind ja früher rausgegangen und haben irgendwo geklingelt!
00:14:12: Oh ja.
00:14:12: Und wenn dann nach der dritten Tür keiner da war, dachte ich ... Das war für mich auch stressig.
00:14:17: Allein sein und keine Zeit.
00:14:19: Wo sind die denn alle?
00:14:21: Dann hatte ich auch Stress.
00:14:22: Aber weil ich so dachte, muss ich ja nix tun.
00:14:26: Muss ich ja nichts
00:14:29: mehr erzählen!
00:14:31: Was war für dich so, wenn du das mit früher vergleichst?
00:14:36: Früher, ich glaube, ich würde gar nicht so weit früher gucken.
00:14:39: In der Kindheit tatsächlich war ich als Kind viel draußen und viel unterwegs.
00:14:45: Ich saß auf den Bäumen immer ganz weit oben...
00:14:47: Du hast dich also schon im Unterbewusst gut regulieren können!
00:14:50: Ja, ich glaub' als Kind schon.
00:14:53: Wenn ich jetzt früher gucke, sagen wir mal sofort zehn Jahren, war ich deutlich gestresster.
00:15:01: Ich bin deutlich mehr bei meinen Grenzen gegangen, meine eigenen persönlichen Grenzen.
00:15:05: Hab das gar nicht verwa- genommen oder gar nicht vollgenommen?
00:15:07: Ich hab's ignoriert!
00:15:08: Bei geht schon.
00:15:09: Klappt schon.
00:15:09: Ja ja.
00:15:10: Ich muss... ich soll und es wird schon... ja... wird bald besser als... klingelt's schon
00:15:16: in meinem Ohr.
00:15:17: Ja, ich
00:15:17: weiß.
00:15:20: Heute würde ich sagen,
00:15:21: ähm..
00:15:22: Bin ich regulierter für mich selbst?
00:15:25: Klar!
00:15:26: Es gibt auch Tage da denke ich mir um Gottes Willen.
00:15:29: Teufel pack'n weg
00:15:31: Der Tag kann weg, würde ich sagen.
00:15:33: Den
00:15:33: löschen wir?
00:15:34: Das ist blöd!
00:15:36: Aber ich glaube eher verstanden zu haben was los ist und auch glaube ich besser hinzugucken Und mir zu überlegen... Ist es wirklich die Situation die mich stresst oder waren einfach die Tage davor schon viel zuviel?
00:15:50: Aber was sind denn jetzt so wenn du sagst diese Tage sind zuvier und so?
00:15:53: ja?
00:15:53: So diese Stressspitzen, die wir haben?
00:15:57: Wenn du in so einer Stressspitze gedanklich mal bist Was sind so für dich Warnsignale?
00:16:03: Für deinen eigenen Körper, für dein eigenes System... Joja jetzt muss ich mal die Bremse ziehen.
00:16:11: Wenn du auf deinem eigenen Körper hören würdest was sendet der
00:16:15: dir
00:16:16: womit er eigentlich sagen will?
00:16:17: Pause!
00:16:22: Der Körper spricht ja eigentlich wenn wir schon vorher nicht hinhören.
00:16:24: Der Körper reagiert ja und zwingt uns Ja, ich glaube das ist wirklich dieses Nervös sein.
00:16:36: Ich merke das innere Nervosität.
00:16:38: Was mir hilft es dann einfach zu versuchen mal ein bisschen in Ruhe zu kommen sehr viel und da musste ich ein wenig schmunzeln.
00:16:48: Ich gehe gerne raus oder ich gucke dass ich einen Platz finde wo ich in die Weite gucken kann.
00:16:52: Das hilft mir persönlich sehr Wenn wir das antiven dürfen, deinen Buch schon ein bisschen vorlesen.
00:17:00: Und es war schon sehr witzig, weil ich musste da wirklich schmunzeln, dass da auch drinnen steht und die Weite gucken.
00:17:07: Das spüre ich auch.
00:17:09: Also ich spüre das wenn ich rausgehen kann in Wald oder irgendwie ein bisschen habe ich das Gefühl meine da oben kommt so Ruhe und die Gedanken können sich kontrollieren viel wert ist und das auch für die Kinder viel Wert hat.
00:17:27: Jetzt muss ich gleich mal noch ein bisschen Eigenwerbung machen, weil ich ja am neunzehnten Achten diesen Jahres tatsächlich mein erstes Buch rausbringe...
00:17:38: Ich bin sehr stolz auf dich!
00:17:39: ...und dieses Buch heißt Starke Gefühle in Familien begleiten für alle, die sich bei diesem Thema total abgeholt führen.
00:17:47: Die dürfen dort gerne noch intensiver nachlesen, weil ich mich damit wirklich sehr lange beschäftigt habe.
00:17:52: Viele Studien gelesen habe ... Ich eingelesen habe mit Anatomie besser zu verstehen und deswegen finde ich dieses Thema auch so genial!
00:18:00: Weil es für mich richtig viele Ahamomente hatte.
00:18:03: Das
00:18:04: ist ein Gamechanger?
00:18:05: Ja, absolut.
00:18:06: Wenn wir jetzt schon mal beim Thema Einlesen oder Praxis usw.
00:18:12: Sag mir mal, wie viele Kinder sind gestresst die zu euch kommen?
00:18:15: Es ist viel.
00:18:17: Ich glaube ja ich glaube dass mittlerweile irgendwie alle gestressten.
00:18:22: wir haben es normalisiert.
00:18:24: manchmal denke ich wir haben Stress normalisiert auch für unsere kinder.
00:18:28: ich glaube auch und ich glaube das größte problem ist dass viele eben nicht erkennen ich bin gestreszt das Kind ist gestresste und auch keine möglichkeit finden danach zu agieren.
00:18:40: Das Ding ist ja eigentlich auch, wenn wir bei dem Thema Co-Regulation bleiben... Wenn ich gestresst bin und meinem Kind auch Stress vorlebe oder mir vielleicht selbstlich eingestehe dass ich gestreßt bin was nimmt denn mein Kind wahr?
00:18:55: Es hat ja nur mich quasi als Kind lernt von uns Eltern und die Personen um das Kind herum sind gestresste.
00:19:07: Na ja, und wenn ich das mit der Praxis vergleiche... Das war eben deine Frage.
00:19:13: Wie merke ich denn, dass vielleicht auch Kinder gestresst sind?
00:19:18: In dem Sinne ist glaube ich die meiste Beobachtung, die ich habe, dass sie Unruhe zeigen.
00:19:26: Ihr Nervensystem will quasi eigentlich schon ... Ich kann es übertrieben, sagt schon komm weg hier!
00:19:32: Es ist gerade stressig.
00:19:34: Sie sind unruhig Sie hören vielleicht nicht richtig zu und die Eltern denken ganz oft, oh ... Jetzt mach ich mal raus.
00:19:42: Kinder zu viel Energie?
00:19:44: Zu viel Energie!
00:19:44: Das war eigentlich eine Fehlinterpretation.
00:19:46: Genau.
00:19:46: Und ich versuche den Eltern, die zu uns kommen und auch den Kindern schon, zu zeigen ist es denn wirklich Energie weil ich muss mich bewegen, ich muss da noch Energie rauslassen oder mir fehlt absolute Ruhe Ich bin unreguliert Ruhe, Infolosigkeit.
00:20:08: Also im Sinne von ich muss mal einfach nix verarbeiten.
00:20:12: Das Nervensystem hat mal Pause.
00:20:15: Langeweile.
00:20:16: Da kommen wir ja später noch einmal zu.
00:20:17: aber für mich ist es tatsächlich so wichtig dass auch die Hörer und Zuschauer verstehen das ein unruhiges Kind nicht immer einen Konzentrationsproblem hat.
00:20:33: Wir dürfen mal eine andere Brille aufsetzen, weil ein unreguliertes Nervensystem im sympathischen Zustand in diesem Alarmmodus, den wir vorhin so schön besprochen haben.
00:20:47: Der macht ja energiefrei eigentlich um zu flüchten
00:20:51: und
00:20:51: bringt Aktionen in den Körper.
00:20:53: und die Kinder wollen müssen sich bewegen.
00:20:56: Und da ist es kein Hebel Beruhigung sprachlich einzufordern setzt dich hin beruhigt dich, sitzt still.
00:21:07: Geht nicht!
00:21:07: Die können es ja gar nicht umsetzen.
00:21:09: und diese Techniken die uns vielleicht auch nie gezeigt wurden.
00:21:15: Also viele meiner Patientenfamilien haben in ihrer eigenen Kindheit, wenn man jetzt die Eltern betrachtet, nie gelernt sich zu regulieren.
00:21:25: Den wurde ja auch nur gesagt beruhigt dich, sei leise, zicke nicht so rum, bock nicht sorum.
00:21:30: Ich könnte jetzt noch fünf Minuten dran verbringen um solche Aussprüche zu wiederholen.
00:21:37: aber weißt du was ich glaube?
00:21:40: dass ganz viele gar nicht wissen
00:21:43: wie sie sich
00:21:44: körperlich mehr ruhigen können.
00:21:49: Ja also diese verbalen
00:21:54: Dinge
00:21:54: um sich zu schmeißen Wie beruhigt dich?
00:21:58: Wie setzt dich hin oder... Es gibt ja so viele davon, weißt du.
00:22:04: Ich glaube das bringt aber nichts wenn ich körperlich gar nicht weiß wie es geht!
00:22:07: Naja und vor allen Dingen ist es auch mal umgekehrt gedacht Wenn Du von einem Arbeitstag nach Hause kommst und völlig gestresst bist weil der Tag war voll ohne Ende Und Du machst die Tür auf und bist gestreszt.
00:22:20: Du bist unruhig, du bist nervös und dein Mann kommt an und sagt zu dir
00:22:25: Beruhigt
00:22:26: dich doch.
00:22:28: Und der Ton spielt ja auch Musik?
00:22:29: Der Ton spielt die Musik, aber es ist ... Du beruhigst dich doch im Moment nicht!
00:22:35: Nein... Das
00:22:36: kommt gar nicht an.
00:22:37: Du denkst dir bloß lass mich in Ruhe.
00:22:38: was war's denn jetzt?
00:22:40: also Es ist dieses eigentliche Abholen Also sich gesehen fühlen.
00:22:46: bei uns hat dieses Thema Stress noch eine ganz andere Bedeutung.
00:22:52: Durch die Neurodivergenz ist das anders.
00:22:55: Ja
00:22:56: Es ist, da wird Stress viel schneller wahrgenommen.
00:23:00: Was
00:23:01: ich
00:23:01: manchmal auch so empfinde, dass es ein Segen für uns war einfach öfters mal auf Pause zu drücken.
00:23:09: Wir wurden gezwungen, auf Pause als Familie zu drucken.
00:23:12: Ja, auch für dich!
00:23:14: Ja klar... Auch für mich
00:23:17: was ich auch lernen durfte.
00:23:18: Absolut
00:23:20: Und da ist das wirklich für uns in Übergänge sehr wichtig, weil wenn ich jetzt sagen würde was für andere Familien vielleicht super normal ist.
00:23:31: Los wir gehen jetzt los!
00:23:33: Wir fahren jetzt einkaufen.
00:23:34: zieht dich bitte an wird bei uns zu Stress.
00:23:38: der Übergang ist so hart Der geht zu schnell.
00:23:41: Ich muss vorbereiten.
00:23:43: Ja ich muss sagen Denke bitte daran, in so zehn Minuten ungefähr werden wir uns anziehen und dann fahren wir einkaufen.
00:23:51: Und das ist bei uns so ein... Das hat sich eingebürgert?
00:23:55: Es war schwierig!
00:23:56: Ich würde grad fragen was es wenn du das nicht machst oder was passiert als du diesen Hebel noch nicht hattest.
00:24:04: Wie reagiert dein Kind?
00:24:06: Stress Pura Stress, Verzweiflung.
00:24:09: Was jetzt?
00:24:10: Ich habe noch gar nichts zusammengepackt.
00:24:12: wenn wir jetzt sage ich mal irgendwie zu Freunden fahren die besuchen.
00:24:17: Ich muss Dinge zusammen packen.
00:24:19: bei uns müssen immer bestimmte Dinge mit Spielzeuge.
00:24:23: das wird zusammen gepackt aber in der Sortierung die es dann sein
00:24:27: muss.
00:24:28: Die auch Zeit braucht wahrscheinlich.
00:24:31: Aber man hat das gelernt.
00:24:33: Ja, diese harten Übergänge funktionieren für uns nicht.
00:24:36: Mach jetzt bitte mal den Fernseher aus!
00:24:39: Ich kündige an... Bitte machen zehn Minuten den Fernsehen aus.
00:24:42: ich erinnere dich daran.
00:24:43: dann komme ich nach fünf Minuten sage nochmal was dazu und dann ist auch okay.
00:24:46: dann ist es so.
00:24:47: machst du bitte jetzt den Fernsee auf?
00:24:49: Es reicht jetzt, dann ist das so
00:24:51: ok.
00:24:52: Aber glaubst du nicht dass es uns einzugeht?
00:24:54: Also auch jetzt auf mich bezogen ja stell dir mal vor wir trinken unseren Kaffee in unserer Freundinnenzeit und unsere Männer kommen so feierabend.
00:25:04: Ich glaube, dass das immer was damit zu tun hat.
00:25:05: Wie kann ich in dem Moment damit umgehen?
00:25:07: Und bei der Neurodivergenz ist die Reizüberflutung
00:25:11: noch höher.
00:25:11: Noch
00:25:12: höher!
00:25:12: Es ist halt auch immer unterschiedlich.
00:25:14: Ja jeder hat eine andere Ausprägung ein anderes eine andere Wahrnehmung so wie wir alle.
00:25:21: aber ich glaube auch bei gestressten Kindern generell es ist einfach auch schwierig in dem moment uns helfen sanftere Übergänge oder auch Pausen einplanen.
00:25:32: Also wenn ich weiß, wir sind irgendwie auf einem Familiengeburtstag oder auf irgendwelchen, ich sag mal Events oder Sachen wo ich weiß es ist einfach trubelig.
00:25:42: Plane ich bewusst Zeit danach oder auch davor ein die bewusst ruhiger gestaltet wird damit das Nervensystem einfach Zeit hat ein bisschen wieder runterzukommen.
00:25:52: und ich glaube wenn man das nicht nur auf Neurodivergents mitnimmt sondern auch einfach generell einfach sagt, ich plane mal bewusst Zeit ein.
00:26:02: Wo es einfach mal langweilig ist?
00:26:05: Dann ist es so, dass ich glaube das es besser funktioniert weil wir dann alle einfach mal ein bisschen abschalten können.
00:26:11: Aber wenn wir jetzt mal für uns betrachten beruhigt dich ja hat man eben gerade schon funktioniert nicht.
00:26:19: Was ist denn oder was ist denn was wo du sagst das hilft und Ich würde gerne noch einmal mit dir diskutieren Ganz sachlich natürlich.
00:26:32: Hilft uns das nicht vielleicht auch allen?
00:26:34: Also so dieses Übergänge, ja die glaube ich schon dass sie auch bei Neurodivergens sehr sehr wichtig sind um einfach ein Tempo rauszunehmen.
00:26:46: aber Sätze.
00:26:48: Sätze die du immer wieder sagst weil du gemerkt hast die funktionieren.
00:26:54: Also bei uns hilft Körperkontakt auch, weil wir jetzt mal nur von dem werbalen Makots wegkommen.
00:26:59: Hilft ja uns auch Körperkontakten.
00:27:01: manchmal nehmen ich auch einfach sag gib mir mal deine Hände oder ich setze mich einfach daneben Wir sind still Einfach um einfach mal ein bisschen Spannung rauszunehmen Was auch funktioniert.
00:27:14: also es sind ja alles ich sage mal Tipps die bei uns funktionieren.
00:27:20: das muss ich noch mal dazu sagen.
00:27:21: es heißt nicht weil bei uns was funktioniert ist bei anderen auch funktioniert.
00:27:24: nur man kann es ausprobieren.
00:27:26: das ding ist halt setze.
00:27:29: wir hatten vorhin schon kurz dieses thema die der ton macht die musik und ich glaube dass ist das ist allgegenwärtig.
00:27:35: wenn ich sage beruhigt dich bringt das nix.
00:27:39: wenn ich aber sage wir beruhigen uns jetzt kurz ich bin da ich sehe das dass sich das stresst ich sehe Du grade irgendwie nicht in der Lage bist, diese Situation gut auszuhalten.
00:27:52: Denn ist das was anderes?
00:27:53: Ja!
00:27:54: Also ich versuche meinen Kindern beiden sehr viel Sicherheit zu geben.
00:27:59: Sicherheit im dem dass ihre Gefühle einfach in Ordnung sind und wenn mein Kind was stresst egal welcher von beiden dann nehme ich das ernst und nehme das wahr und sage nicht berügtig oder dafür habe ich jetzt keine Zeit oder irgendwie was.
00:28:17: Weil das zeigt ja dem Kind eigentlich nur, dass das was es jetzt gerade führt nicht richtig ist und das wollen wir den Kindern eigentlich nicht vermitteln weil das wollen wie für uns auch nicht der Prozess war.
00:28:29: da sage ich mal und das musste gelernt werden und man muss viel gelesen und wir haben uns sehr viel ausgetauscht und ich glaube dass das irgendwie hilft.
00:28:44: der Austausch Der Austausch ist da und darum sitzen wir ja auch hier, weil wir uns austauschen wollen.
00:28:51: Und weil ich mir damals – und das sprechen wir auch noch darüber über unseren Diagnoseweg, über unseren Weg den wir gegangen sind oder aktuell auch gehen – ich hätte mir mehr Austauscht gewünscht einfach keine Ratgeber sondern wirklich Menschen die dir sagen dass hat bei mir funktioniert vielleicht funktioniert es bei dir auch Ja, und das nimmt ganz viel Druck raus.
00:29:16: Du hast ja jetzt so diesen Teil der Mama des Mamascience bei dir mit neurodivergentem Kind beschrieben Und ich stimme dir da aber komplett zu, weil ich tatsächlich wirklich glaube dass Auszeit
00:29:31: fürs Gehirn
00:29:33: uns Stress nimmt.
00:29:35: Also wenn wir darüber nachdenken Dass wir unserem Nervensystem ... hörbarlich beibringen dürfen, aus diesem Alarmmodus auszusteigen.
00:29:50: Ja bin ich bei Atmung!
00:29:51: Bin ich bei Ruhe für das ganze Nervensystem?
00:29:56: also wo hat mein Körper die Chance so wenig wie möglich Reize zu verarbeiten?
00:30:06: Und damit meine ich nicht... Ich muss ander und in den Keller und mich einsperren und nichts haben.
00:30:12: aber grundlegend Wo kann ich den Kopf ausschalten?
00:30:16: Wo kann ... Kann nicht ich sein.
00:30:19: Wo muss ich für mich keine Verantwortung tragen, wo muss ich mich nicht anpassen und nicht vorstellen oder eine Maske aufhaben?
00:30:27: Das macht natürlich auch Stress!
00:30:28: Aber der größte Hebel, den ich den Hörern und Zuschauern mitgeben will ist tatsächlich Atmung.
00:30:34: Klingt so banal!
00:30:36: Atme doch mal!
00:30:38: Wir dürfen
00:30:39: mal verstehen dass dieses Tiefatmen nichts mit ... unbedingt mit Yoga oder das Piatrate
00:30:46: zu tun hat.
00:30:46: Nein, es hat definitiv was anderes damit zu tun.
00:30:49: Ja
00:30:49: und das wird immer so dieses gleich in diese Schublade geschoben?
00:30:52: Genau!
00:30:53: Und damit man das versteht ... ... möchte ich gerne noch mal auf diesen Sympathikus-Parasympathicus-Teil drauf.
00:31:00: ganz
00:31:00: kurz ... ... dann würde ich gerne zusammenfassen, was heute dieser ... ... die diese Poorte ist von dieser Folge.
00:31:07: Ich möchte dass... dir das mitgeben als Hörer oder Zuschauer, dass der die Atemfrequenz und wie ich atme aktiv steuert ob ich den im Sympathikus bin oder am Parasympathicus.
00:31:23: Wenn ich also kurz einatme und lange wieder ausmache so wie es ja tatsächlich eigentlich mein Körper macht ist automatische Stresssituation.
00:31:33: Oh, ist das anstrengend!
00:31:36: Also wir machen es automatisch lange auszuatmen.
00:31:40: Das schmeißt bildlich den Parasompartikus an.
00:31:44: Das heißt wenn ich mich mal fünf sechs tiefe Atemzüge darauf konzentriere länger aus zu atmen habe ich schon gewonnen weil dann ist mein Nervensystem schon aus Alarmmodus ausgestiegen und bereit für okay und das bedarf ganz viel Übung In stressigen Momenten dich selbst vorzunehmen.
00:32:09: Einmal
00:32:10: erden, einmal reset drücken.
00:32:12: und deswegen finde ich es so wichtig atmet mit den Kindern!
00:32:18: Atmet mit dem Kind an.
00:32:19: Beerenatmung, Kerzenatmungen... Welche Atmung?
00:32:22: Es spielt keine Rolle.
00:32:24: aber Ich sage ganz oft in Situationen wo ich denke hier knallt gleich Komm sie mir die Augen gib mir deine Hände und wir atmen zusammen.
00:32:34: Das ist so wichtig, weil ich für mich als Mama dann auch unterfahre.
00:32:42: Und nur wenn es mir gut geht, geht das auf meinem Gegenübergut.
00:32:46: Besonders meinen Kindern.
00:32:48: Wenn ich sage, ich muss mal tief atmen, ich hab irgendwie das Gefühl ... Ich bin gerade auf dauer Anstrengung.
00:32:57: Meine Kinder machen mit!
00:32:59: Bei uns ist es schon teilweise so, wenn ich Das muss ich noch dies machen.
00:33:05: Dann kommt meine Tochter und sagt, gib mir deine Hände, guck mich an!
00:33:08: Und wir atmen.
00:33:10: Die Kinder gucken sich so viel ab?
00:33:11: Der ist so
00:33:13: wundervoll... ...und das hat nichts mit Yoga zu tun.
00:33:16: Also auch nicht spirituell.
00:33:19: Rheiner Anatomie für die Kopf-Menschen da draußen.
00:33:22: Ja.
00:33:23: Es darf
00:33:24: ausprobiert werden.
00:33:25: Absolut.
00:33:27: Wenn wir jetzt mal ein bisschen zusammenfassen, dann müssen wir einfach sagen, dass Stress eine natürliche Reaktion ist.
00:33:34: Absolut!
00:33:35: Es ist kein Versagen und das muss auch klar sein, sich selbst anzuerkennen dass es für mich zu stressig ist.
00:33:42: dauert man selbst auch dahin zu kommen zu sagen es ist mir gerade so viel es ist zu stressigt.
00:33:49: man hat immer das gefühlt es ist irgendwie ein Stück weit versagen.
00:33:53: oder ich muss das doch schaffen.
00:33:54: aber wir müssen das nicht schaffen.
00:33:56: nein
00:33:57: und wir
00:33:57: müssen
00:33:58: Atmen müssen wir.
00:33:59: Wir dürfen unsere Gefühle sowohl bei den Kindern als auch bei uns anerkennen und wir müssen auch verstehen, dass was wir gelernt haben das beruhigt dich Bei einem überfluteten Nervensystem einfach gar nicht ankommt und da können die Kinder gar nichts dafür.
00:34:15: Nein Darf ich pass auf?
00:34:17: Ich habe eine gute Idee.
00:34:18: jetzt für die Überleitung.
00:34:19: zum Schluss
00:34:20: Oh!
00:34:20: Ich bin gespannt.
00:34:21: Der Game Changer in angespannten Situationen ist tatsächlich halt.
00:34:27: deine Klappe klingt ganz böse.
00:34:30: Aber du musst dir immer wieder sagen, wenn du eigentlich das Gefühl hast etwas erklären zu wollen, etwas verständlich machen zu wollen
00:34:37: oder zu platzen
00:34:39: entweder zu platzten oder eben zu sagen Das Kind kann mir gar nicht zuheln Ich muss die Schnute halten.
00:34:47: ich muss bei mir bleiben und bei mir zur Rufe in mir und in meinem eigenen Körper Damit ich meinem Kind nicht noch mehr Reite übergebe.
00:34:56: Weißt du, weil das Grundproblem ist ja tatsächlich einfach dieses... Ich will nicht dass es eskaliert!
00:35:02: Ich will NICHT dass die Wut jetzt überkocht!
00:35:05: Das möchte ich alles verhindern als Mama.
00:35:07: Aber umso mehr ich rede, umso schlimmer wird's.
00:35:09: Also eigentlich ist es so, wenn man jetzt die Folge gehört hat und sich danach denkt Oh Mist, ich hab jetzt doch diesen Satz beruhigt dich schon öfter gesagt ist es überhaupt nicht schlimm.
00:35:22: Jeder geht in seinem eigenen Tempo und auch wir mussten das lernen!
00:35:25: Und ich glaube, dass man vielleicht ein paar kleinere Tipps die wir gegeben haben oder auch ein paar Alternativ-Sätze einfach mal ausprobieren darf und vielleicht auch mal gucken ob's was mit einem selbst macht.
00:35:41: Ja, ich freue mich auf die nächste Folge.
00:35:43: Ich mich auch total!
00:35:44: Und wenn euch die Folge gefallen hat dann freu ich mich auf ganz viel Liebe und teilt ihr mit Menschen wo ihr denkt dass sie vielleicht gestresst sind und das brauchen um es zu verstehen.
00:35:56: Das sind nicht die großen Dinge sondern die kleinen Dinge die Veränderung bringen.
00:35:59: Immer wieder die kleinen Dinger.
00:36:01: ja
00:36:02: in diesem Sinne bis zur nächsten Folge.
Neuer Kommentar